Springe zum Inhalt →

Der Cash Flow im Detail

Wie in den bisherigen Rechnungen, ist auch die Cash Flow Rechnung wieder in mehrere Unterpunkte unterteilt, wobei in diesem Fall die einzelnen Kapitalflüsse gegeneinander abgegrenzt werden. Die Ergebnisse sind:

1) Cash Flow aus Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow): Dieser beinhaltet alle zahlungsgleichen Vorgänge, die mit den Geschäftstätigkeiten zu tun haben. Also Einzahlungen/Auszahlungen an Kunden und Lieferanten, sowie Zinsen und Steuern. Dies ist der Zahlungsfluss aus dem laufenden Betrieb.

2) Cash Flow aus Investitionstätigkeit: Die von dem Unternehmen investierten Gelder (Kauf/Verkauf von Maschinen, Imobilien usw.).

3) Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit: Sämtliche Zahlungen welche die Bilanzsumme verändern. Hierunter fallen beispielsweise Dividendenzahlungen oder Kapitalerhöhungen.

4) Cash Flow: Gesamtsumme der einzelnen Cash Flows (d.h. 1+2+3)

Gleich der erste Punkt in dieser Aufstellung ist sehr wichtig. Dieser gibt nämlich Aufschluss über den Erfolg der operativen Geschäfte, also darüber, wie viel Geld durch die eigentlichen Geschäftstätigkeiten eingenommen wurde und dem Unternehmen zugeflossen sind.

Dieser sollte in dem Normalfall positiv sein und hier gilt die einfache Regel, dass ein höherer operativer Cash Flow immer besser ist. Je mehr Geld dem Unternehmen zufließt, desto besser.

Normalerweise sind bei dem Großteil der Unternehmen die Cash Flows aus den Investitionstätigkeiten und Finanzierungstätigkeiten negativ. Dies kommt daher, dass die Unternehmen in der Regel regelmäßig Investitionen tätigen müssen und Geld in Form von Dividenden ausschütten.

In beiden Fällen fließen Gelder aus den Unternehmen ab. Es kommt natürlich aber auch vor, dass diese Werte positiv sind, wenn beispielsweise ein Teil des Unternehmens verkauft wurde oder eine Kapitalerhöhung durchgeführt wird. Dies ist aber eher die Ausnahme.

Neben diesen 4 Cash Flows trifft man ab und zu noch auf einen weiteren, welcher Free Cash Flow genannt wird. Diesen ermittelt man, indem man die ersten beiden Cash Flows addiert (1+2). Er stellt die Mittel dar, die nach den Geschäftstätigkeiten und Investitionen zu Verwendung stehen.

Dieser Wert ist in der Regel ein sehr gutes Maß für die verfügbaren Mittel, da Unternehmen in der Regel für ihre operativen Tätigkeiten regelmäßige Investitionen tätigen müssen und hierfür Investitionen verrichten muss. Solche Investitionen werden jedoch nicht in dem operativen Cash Flow berücksichtigt, so dass eine Betrachtung der beiden Punkte zusammen sinnvoll ist.

Veröffentlicht in Publikationen